BUBADU Therese Bühler-Barben Spiez
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 PRAXIS
PHILOSOPHIE
GIBT ES EIN LEBEN NACH?

PHILOSOPHIE
 

Der Mensch ist keine Maschine

Der Mensch ist ein geistig und seelisches Wesen und offenbart sich in einem materiellen Körper. Dies war während der längsten Zeit selbstverständlich und allseits bekannt.

Seit der französischen Aufklärung scheint dies allerdings für die westliche Welt nicht mehr zu gelten.
Einer der Hauptvertreter der Aufklärung, Renatus Cartesius vertrat die Idee, man könne den Menschen aufteilen, nämlich in eine denkende und eine materielle Substanz.
Sein Kollege J.O. de la Mettrie ging soweit, den Körper als Maschine zu betrachten, die versorgt und gepflegt werden musste, damit sie gut lief. Entstand eine Störung, konnte diese mit Wissen über den Bauplan der Maschine ganz einfach behoben werden

Immer feiner werden die diagnostischen Untersuchungsmethoden, immer präziser die chirurgischen Eingriffe. Bald wird die Entschlüsselung des genetischen Codes jeglichen Eingriff in die Erbsubstanz des Menschen erlauben.
Bei dieser rasanten Entwicklung wird oft kaum berücksichtigt, dass die Zufriedenheit der Menschen sich dadurch nicht grundlegend verbessert hat, obwohl wir zweimal länger als noch vor 100 Jahren leben.

Das Leistungsdenken unserer Gesellschaft sprengt alle Grenzen.

Der Stress kostet uns pro Jahr Millionen von Franken. Rund 10% der Bevölkerung leidet an Depressionen, fast so viele an Angststörungen. Immer mehr Menschen erkranken an Zivilisationserkrankungen (Diabetes, hoher Blutdruck etc.); Suchterkrankungen nehmen zu wie auch das Gefühl der Sinnlosigkeit. Bei dieser Bestandesaufnahme wird jedem deutlich, dass etwas übersehen wird. Dieses Etwas ist nichts Neues, sondern bereits Vorhandenes: Der geistig-seelische Aspekt des Menschen.

Der Mensch ist eine Einheit; wird er künstlich geteilt, leidet er darunter.